Seite druckenPDF Version herunterladenSeitenstruktur anzeigenSeite durchsuchen
nach oben

Maui Scheduler

Konfiguration und Scheduling-Verhalten

  • Wir verwenden Maui der Version 3.2.6p21 als Scheduler.
  • Dieser unterstützt:

  • Automatisches und manuelles Backfilling basierend auf dem Algorithmus First-fit bzw. benutzergesteuert nach der Anzeige der Backfill-Kapazität (Backfill-Window); s. Status-Zeile der Status-Seite und Befehl: showbf (s.u.). Siehe auch weitere Informationen zu diesem Thema unter Punkt 8.2 der Maui-Dokumentation: Backfill.
  • Priorisierung von Jobs

    Durch die besondere Gewichtung der (effektiven) Queuetime werden Jobs nach First in - First out (FIFO) priorisiert bzw. wird versucht dieses Prinzip zu gewährleisten. Wir verwenden einen Queuetime-Weight-Faktor von 10.

    Die Favorisierung kurzer Jobs gegenüber Jobs mit einem hohen Wallclock-Limit. Wir verwenden ein XFaktor-Weight von 3.

    Bitte berücksichtigen sie, dass bei der Prioritätsberechnung beide Faktoren verrechnet (die jeweiligen Produkte aufsummiert) werden und der Service-Weight-Faktor 1 beträgt. Mehr dazu unter Punkt 5.1.2 der Maui-Dokumentation: Job Priority Factors.

  •  

    Befehle zur Verwaltung der Jobs

    canceljob

    checkjob

    showbf

    showq

    showstart

     

    Job Efficiency und Backfill

    Die untere Abbildung zeigt Mauis Scheduling-Verhalten schematisch vereinfacht. Bei einem Scheduler ohne Backfill-Fähigkeit wäre als nächstes Job D und G an der Reihe. Da nun H mit einer Walltime ausgestattet ist, die unterhalb der Lücke von Job D passt, wird Maui diese Lücke nutzen und zuerst Job H vor Job D und G ausführen, obwohl H viel später in die Queue gestellt wurde. Bitte beachten sie, dass die Ausführzeiten sämtlicher nachfolgender Jobs von der Backfill-Eigenschaft unberührt bleiben. Für die Backfill-Kapazität sind einzig ausschlagebend ungenutzte Lücken der Resourcenreservierung.

    Abbildung 1: Mauis Backfill-Policy schematisch dargestellt

    Anders verhält es sich mit der Job Efficiency. Diese ist ein Kennwert dafür, wieviel Prozent der veranschlagten Walltime tatsächlich für bereits berechnete Jobs verbraucht wurden. Eine nur geringe Effizienz schlägt sich in der Unmöglichkeit einer genauen Vorhersage von auftretenden Backfill-Kapazitäten nieder. Dies lässt darum die Scheduling-Policy, aus Sicht mancher User als sehr willkürlich erscheinen; tatsächlich jedoch ist diese Eigenart dem Verhalten der User geschuldet, stets Jobs mit nur geringer Wallclock-Effizienz zu submittieren.

    Folgende Regel ist in jedem Falle ausschlaggebend: Umso exakter man die Walltime eines Jobs aus User-Sicht vorhersagen kann (s.a. Option -l walltime=H:MM:SS des Befehls qsub), desto früher kommt der Job auch zur Ausführung. Wenn sie keine Walltime explizit mitangeben, gilt für den Job als Ausführungszeit die maximale Walltime der Queue. Dieses macht sich zum einen in einer niedrigeren Priorität, einem geringeren XFactor (s.o.), bemerkbar und zum Anderen in einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit den Job durch die Backfill-Eigenschaft frühzeitig ausführen zu können.

     

    Autor: Alexander Fitterling, Stand: 03.09.2012 08:46 Uhr

     Impressum  Datenschutzerklärung