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Das Betriebssystem des Public-Servers

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Neun Monate neuer studentischer Mailserver „Public“ – ein Resümee

Von Markus Böttger

Ende Februar wurde der Mailserver, auf dem alle Studenten der Universität Hamburg ihre Mailkonten besit-zen, auf eine neue und leistungsfähigere Hardware umgestellt. Nach nunmehr neun Monaten Betrieb ist es Zeit für ein erstes Resümee. Aktuell beherbergt der Mailserver „Public“ für alle Studenten der Universität Hamburg ca. 47.000 Mailkonten. Als Hardware wurde eine IBM OpenPower 720 mit vier Prozessoren „Po-wer5“ sowie 10 GByte Arbeitsspeicher gewählt. Der angeschlossene Massenspeicher verfügt über 3 TByte (= 3000 GByte) Kapazität. Der Server läuft unter dem Betriebssystem SUSE Linux. Als Programm zum Mailempfang und -versand kommt die Open-Source-Software Postfix zum Einsatz, die Verwaltung der Mailkonten und Bereitstellung der E-Mails per POP- oder IMAP-Protokoll übernimmt die Software Cyrus der Carnegie Mellon University/Pennsylvania, eben-falls Open-Source-Software.

Der Server ist eigenständig in der Lage, eingehende Mails entgegenzunehmen, auf Viren oder Vorhandensein anderer Schadsoftware zu überprüfen und in die jeweiligen Mailboxen abzulegen. Die Mails können dann per POP-Protokoll mit einem eigenen PC abgerufen werden. Komfortabler kann der Mailaccount mit einem eigenen PC und dem IMAP-Protokoll verwaltet werden. Es können dann z.B. auf dem Server Unterverzeichnisse angelegt werden, in denen man seine Mails ordnen kann.

Damit man trotzdem an seine Mails kommt, obwohl man seinen eigenen PC vielleicht nicht zur Verfügung hat, wurde dem „Public“-Server der Server „Surfmail“ zur Seite gestellt. Surfmail ist ein Internet-basiertes Mailprogramm, mit dem man alle auf dem „Public“ sich befindlichen Mails und Unterordner verwalten kann. Man kann Mails lesen, schreiben, beantworten, löschen, Unterordner erzeugen, etc., so wie man es auch von anderer Internet-basierter Mailsoftware wie die der Provider gmx.de oder web.de gewohnt ist. Arbeitet man dann von zu Hause mit seinem eigenen PC und dem IMAP-Protokoll, so stehen einem alle unter Surfmail erstellten Unterordner genauso zur Verfügung.
Mit der Einführung des neuen „Public“-Servers wurde der jedem Benutzer maximal zur Verfügung stehende Speicherplatz für Mails von damals 10 MByte auf nunmehr 100 MByte erhöht. Die aktuelle Ausnutzung des Speicherplatzes kann jederzeit überprüft werden, indem man sich entweder an Surfmail anmeldet, oder mit seinem eigenen PC, dem IMAP-Protokoll und z.B. dem Open-Source-Mailclient Thunderbird die Eigen-schaften seines Posteinganges betrachtet. Dort findet man unter „Speicherplatz-Kontingent“ bzw. „Quota“ eine Übersicht über den noch verbleibenden Speicher-platz. Die Überprüfung des noch zur Verfügung ste-henden freien Speicherplatzes mit dem eigenen PC wird von Mailprogrammen der Firma Microsoft nicht unterstützt. Wir sind zuversichtlich, bald die Speicher-platzbeschränkung von 100 MByte nochmals deutlich anheben zu können.

Die heutzutage übliche Flut an E-Mails lässt sich sehr bequem über die in der Cyrus-Mailserver-Software integrierten Filterfunktionen steuern. Im Surfmail-Programm findet man dazu unter dem Menüpunkt „Filter“ leistungsstarke Filter, Möglichkeiten zur Wei-terleitung von Mails sowie eine Funktion für Abwesenheitsnachrichten. Die Filter, die an dieser Stelle definiert werden, gelten bei Eingang einer Mail sofort – unabhängig und höher priorisiert als die Filter, die Sie u.U. mit Ihrem Mailprogramm auf Ihrem PC eingerichtet haben.
Bei der Serverumstellung Ende Februar wurden auch die Heimatverzeichnisse der Studenten mit allen darin befindlichen Daten auf einen neuen Publogin-Server umgezogen. Diese Heimatverzeichnisse sind bitte nicht mit denen im Windows-Pool oder auch Novell zu verwechseln. Seit dem Umzug haben wir festgestellt, dass die Benutzung des Servers zum Login unter Unix nur noch marginale Anwendung findet. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, den Unix-Login und damit die Maschine Publogin zum Ende des WS 2007/08 abzuschaffen. Ein Login mit einer UHH-Public-Kennung kann somit nach diesem Termin ausschließlich im Linux-Pool des RRZ erfolgen.

Autor: Klaus Tormählen, Stand: 07.04.2008 11:41 Uhr

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