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1960 -- 1972

Das Rechenzentrum der Universität Hamburg plant und betreibt die Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4.
12. 03. 1960
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt eine Sachbeihilfe zur Beschaffung einer Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4, welche die Universität Hamburg als Leihgabe der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt wird. [W77]
02. 06. 1961
Kolloquium über Austausch von Erfahrungsberichten und Problemen aus dem Bereich des Hamburger Rechenzentrums, veranstaltet von Prof. Collatz. [W77]
18. 10. 1962
Erlaß von Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Errichtung und Betriebsordnung von Hochschulrechenzentren auf der Konferenz der Kultusminister. [W77]
Herbst 1962
Zurverfügungstellung und Ausbau von Maschinen- und Arbeitsräumen zur provisorischen Unterbringung der Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4 im Mineralogisch-Petrographischen Institut der Universität Hamburg, Hamburg 13, Grindelallee 46/48, aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg. [W77]
01. 04. 1963
Stillegung der Rechenanlage IBM 650 in der alten Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt und Inbetriebnahme der Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4 in den Räumen des Mineralogisch-Petrographischen Instituts. [W77]
02. 06. 1963
Der Akademische Senat beschließt die Satzung für das Rechenzentrum der Universität Hamburg. Der Präses der Schulbehörde genehmigt diese Satzung am 05. 06. 1963. Das Rechenzentrum wird eine interfakultative Einrichtung der Universität Hamburg. Organe des Rechenzentrums sind
  • das Kuratorium (1 Vorsitzender, 1 stellvertretender Vorsitzender, mindestens 5 und nicht mehr als 12 Mitglieder, alle aus dem Lehrkörper der Universität Hamburg)
  • die Direktoren (1 geschäftsführender Direktor, Direktor des Instituts für Angewandte Mathematik, und 1 stellvertretender Direktor, Direktor des neu zu schaffenden Instituts für Numerische Mathematik)
[W77]
06. 06. -- 07. 06. 1963
Kolloquium anläßlich der Errichtung des neuen TR 4 - Rechenzentrums, veranstaltet von Prof. Collatz. [W77]
02. 10. 1963
Erste Sitzung des Kuratoriums. Prof. Sperner wurde zum Vorsitzenden und Prof. Lerbs zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Prof. Collatz wird geschäftsführender Direktor des Rechenzentrums. [W77]
10. 02. 1964
Erlaß einer (vorläufigen) Benutzungsordnung durch den Direktor mit Zustimmung des Kuratoriums des Rechenzentrums. [W77]
12. 04. 1964
Stillegung und Umsetzung der Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4 aus dem Provisorium in den Räumen des Mineralogisch-Petrographischen Instituts in den Neubau, Hamburg 13, Rothenbaumchaussee 81 (jetziger Altbau bzw. Traditionsbau).
Der Neubau wurde aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg errichtet. Maschinen- und Arbeitsräume 574 Quadratmeter (unter Einbeziehung der Räme für Lager, Klima, Energieversorgung und sonstigen Nebenräumen 745 Quadratmeter). [W77]
20. 05. -- 21. 05. 1965
Kolloquium anläßlich der Übernahme des Neubaus für das Rechenzentrum der Universität Hamburg, veranstaltet von Prof. Collatz. [W77]
17. 03. 1967
Bisher war die Benutzung des Rechenzentrums für sämtliche Forschungsarbeiten kostenlos.
Von diesem Tage an werden Gebühren für alle Forschungsvorhaben erhoben, die nicht aus dem Etat der Universität Hamburg, ihrer Aufsichtsbehörde oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert werden. Die Gebühr beträgt 0,05 DM je Sekunde Rechenzeit (incl. Testzeit). Näheres ist in den von der Universität Hamburg am 10. 03. 1967 erlassenen Bestimmungen für die entgeltliche Benutzung des Rechenzentrums der Universität geregelt. [W77]
25. 05. -- 26. 05. 1967
Kolloquium über Rechenanlagen und Numerische Mathematik, veranstaltet von Prof. Collatz. [W77]
01. 11. 1967
Das Entgelt für die Benutzung der Rechenanlage wird auf 0,055 DM je Sekunde erhöht. [W77]
März 1968
Zusätzliche Aufstellung eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellten Plattenspeichers (Zugriff 24 ms, Kapazität 1,1 Mio TR4-Worte). Das Betriebssystem für diesen Plattenspeicher wurde von Mitarbeitern des Rechenzentrums unter der Leitung von Herrn Dr. Nicolovius im Auftrage der Firma AEG-TELEFUNKEN erstellt. [W77]
29. 05. -- 30. 05. 1969
Kolloquium über Numerische Mathematik und Rechenanlagen, veranstaltet von Prof. Collatz, Dr. Feldmann und Dr. Nicolovius. [W77]
01. 12. 1969
Abschuß des Kaufvertrages zwischen der Firma AEG-TELEFUNKEN und der Freien und Hansestadt Hamburg über die Lieferung einer Rechenanlage TR 440. Die Mittel in Höhe von insgesamt 18 Mio. DM werden zu 85 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft und zu 15 Prozent von der Freien und Hansestadt Hamburg bereitgestellt.
Zur Ausstattung dieser Rechenanlage gehört
  • 1 zentraler Rechner TR 440 mit einem Kernspeicher von 256 K Worten zu 48 bit
  • 1 Plattenspeicher mit mittlerem Zugriff von 20ms und Speicherkapazität für ca. 2.6 Mio. Worte
  • 1 TGroßraumplattenspeicher mit mittlerem Zugriff von 168 ms und Speicherkapazität für ca. 62.9 Mio. Worte
  • 4 Magnetbandgeräte
  • Lochkarten- und Lochstreifen-Ein-Ausgabe-Geräte
  • 2 Schnelldrucker
  • 1 Satellitenrechner TR 86 S mit 32 angeschlossenen Sichtgeräten
Das TR 440 - Rechenzentrum soll regional mehreren Hochschulen und anderen wesentlich von der öffentlichen Hand finanzierten Einrichtungen im norddeutschen Raum dienen und organisatorisch der Universität Hamburg zugeordnet sein. [W77]
April 1970
Inbetriebnahme einer zweiten vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellten Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4 mit einem Kernspeicher von 32 K Worten zu 48 bit, 3 Magnetbandeinheiten, Lochkarten-Ein- und Ausgabegeräten und 1 Schnelldrucker. [W77]
23. 06. 1970
Konstituierung des Institutsrates des Rechenzentrums. Herr Prof. Collatz wird geschäftsführender Direktor, Herr Prof. Ansorge stellvertretender Direktor. Im übrigen gehören dem Institutsrat 2 Abteilungsleiter, 2 Dozentenvertreter, 2 Studentenvertreter sowie mit beratender Stimme 2 Angestelltenvertreter an. [W77]
August 1970
Lieferung des Plattenspeichers für die zweite Rechenanlage TR 4. [W77]
23. 02. 1971
Abbau der zweiten Rechenanlage TR 4. [W77]
13. 05. -- 14. 05. 1971
Kolloquium über Rechenanlagen und Numerische Mathematik, veranstaltet von Prof. Ansorge, Prof. Collatz, Dr. Feldmann, Dr. Nicolovius u.a.m. [W77]
28. 10. -- 29. 10. 1971
Kolloquium anläßlich der Inbetriebnahme der Rechenanlage TR 440, veranstaltet von Prof. Ansorge, Prof. Collatz, Dr. Feldmann, Dr. Nicolovius u.a.m. [W77]
09. 12. 1971
Erfolgreicher Abschluß des Probebetriebes der Rechenanlage TR 440. [W77]
Wintersemester 1971/72
Erste eigene Lehrveranstaltungen des Rechenzentrums im Personal- und Vorlesungsverzeichnis der Universität. [VV71]
04. 04. 1972
Abbau der ersten Rechenanlage TR 4. [W77]
Quellen:
[VV71]Personal- und Vorlesungsverzeichnis der Universität Hamburg, Wintersemester 1971/72.
[W77] Werdegang des Rechenzentrums, Kopie eines Computerausdrucks auf Endlospapier ohne Angabe des Verfassers, 1977, nach Auskunft von Dr. R. Nicolovius vermutlich zusammengetragen von Dr. H. Feldmann.

Autor: Günter Löh, Stand: 17.03.2008 17:25 Uhr

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