1969 -- 1983
Das Rechenzentrum der Universität Hamburg
plant und betreibt die Rechenanlage TELEFUNKEN TR 440.
- 01. 12. 1969
- Abschuß des Kaufvertrages zwischen der Firma
AEG-TELEFUNKEN und der Freien und Hansestadt Hamburg
über die Lieferung einer Rechenanlage
TR 440. Die Mittel in Höhe von insgesamt 18 Mio. DM
werden zu 85 Prozent vom Bundesministerium für
Bildung und Wissenschaft und zu 15 Prozent von der
Freien und Hansestadt Hamburg bereitgestellt.
Zur Ausstattung dieser Rechenanlage gehört
- 1 zentraler Rechner TR 440 mit einem Kernspeicher
von 256 K Worten zu 48 bit
- 1 Plattenspeicher mit mittlerem Zugriff von 20ms
und Speicherkapazität für
ca. 2.6 Mio. Worte
- 1 TGroßraumplattenspeicher mit mittlerem
Zugriff von 168 ms und Speicherkapazität
für ca. 62.9 Mio. Worte
- 4 Magnetbandgeräte
- Lochkarten- und Lochstreifen-Ein-Ausgabe-Geräte
- 2 Schnelldrucker
- 1 Satellitenrechner TR 86 S mit 32 angeschlossenen
Sichtgeräten
Das TR 440 - Rechenzentrum soll regional mehreren
Hochschulen und anderen wesentlich von der öffentlichen
Hand finanzierten Einrichtungen im norddeutschen Raum dienen
und organisatorisch der Universität Hamburg zugeordnet
sein. [W77]
- April 1970
- Inbetriebnahme einer zweiten vom Bundesministerium
für Bildung und Wissenschaft und der Deutschen
Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellten
Rechenanlage TELEFUNKEN TR 4 mit einem Kernspeicher von
32 K Worten zu 48 bit, 3 Magnetbandeinheiten,
Lochkarten-Ein- und Ausgabegeräten und
1 Schnelldrucker. [W77]
- 23. 06. 1970
- Konstituierung des Institutsrates des Rechenzentrums.
Herr Prof. Collatz wird geschäftsführender
Direktor, Herr Prof. Ansorge stellvertretender Direktor.
Im übrigen gehören dem Institutsrat
2 Abteilungsleiter, 2 Dozentenvertreter, 2 Studentenvertreter
sowie mit beratender Stimme 2 Angestelltenvertreter an. [W77]
- August 1970
- Lieferung des Plattenspeichers für die
zweite Rechenanlage TR 4. [W77]
- 1971
- Gründung des Instituts für Informatik
als interdisziplinärer Bereich der Universität Hamburg..
[J71, Anlage 4, Seite 7] [N97, 3.16.1.1.]
Drei Wissenschaftler wechseln vom
Rechenzentrum in die Informatik.
- 23. 02. 1971
- Abbau der zweiten Rechenanlage TR 4. [W77]
- 13. 05. -- 14. 05. 1971
- Kolloquium über
Rechenanlagen und Numerische Mathematik,
veranstaltet von Prof. Ansorge, Prof. Collatz,
Dr. Feldmann, Dr. Nicolovius u.a.m. [W77]
- 28. 10. -- 29. 10. 1971
- Kolloquium anläßlich der
Inbetriebnahme der Rechenanlage TR 440,
veranstaltet von Prof. Ansorge, Prof. Collatz,
Dr. Feldmann, Dr. Nicolovius u.a.m. [W77]
- 09. 12. 1971
- Erfolgreicher Abschluß des Probebetriebes
der Rechenanlage TR 440. [W77]
- Wintersemester 1971/72
- Erste eigenene Lehrveranstaltungen des Rechenzentrums
im Personal- und Vorlesungsverzeichnis
der Universität. [VV71]
- 04. 04. 1972
- Abbau der ersten Rechenanlage TR 4. [W77]
- 06. 07. 1972
- Der Institutsrat erläßt (UniG,
Paragraph 49) und der Akademische Senat befürwortet
(am 05. 10. 1972) eine Satzung für das Rechenzentrum,
die noch von der Behörde für Wissenschaft und
Kunst genehmigt werden muß. [W77]
- 31. 10. 1972
- Erste Sitzung des Senatsausschusses für das Rechenzentrum,
Herr Prof. Opfer wird zum Vorsitzenden gewählt. [W77]
- Wintersemester 1972/73
- Die erste Vorlesungsübersicht des Rechenzentrums erscheint,
ein Verzeichnis mit Kommentaren zu allen vorgesehenen Lehrveranstaltungen
des Rechenzentrums. [VÜ72]
- 1973
- Um den regionalen Charakter des Rechenzentrums,
also die organisatorische Zuordnung weiterer
Hochschulen und anderen wesentlich von der öffentlichen Hand
finanzierten Einrichtungen im norddeutschen Raum, zu
unterstreichen, erscheint beim Jahresbericht 1972 erstmalig
auf der Titelseite als Herausgeber die Bezeichnung
Regionales Rechenzentrum der Universität
Hamburg [J72]
Diese Bezeichnung wird im Laufe der folgenden Jahre
mit wechselnder Intensität genutzt.
- 24. 05. -- 25. 05. 1973
- Kolloquium über
Rechenanlagen und Anwendungsverfahren,
veranstaltet von Prof. Ansorge, Prof. Collatz,
Dr. Feldmann, Dr. Nicolovius u.a.m. [W77]
- 01. 10. 1973
- Herr Sprenger wird kommissarisch für ein Jahr
geschäftsführender Direktor des Rechenzentrums
(Vertreter ist Prof. Collatz). [W77]
- 01. 10. 1974
- Herr Dr. Nicolovius wird kommissarisch für ein Jahr
geschäftsführender Direktor des Rechenzentrums
(Vertreter ist Dr. Feldmann). [W77]
- 01. 10. 1975
- Dr. Feldmann wird kommissarisch für ein Jahr
geschäftsführender Direktor des Rechenzentrums
(Vertreter ist Herr Sprenger). [W77]
- 05. 12. 1975
- Unterzeichnung des Kaufvertrages zwischen der Finanzbehörde
der FHH und der Firma CGK zur Erweiterung der Rechenanlage TR 440
auf Doppelprozessor-Betrieb sowie Beschaffung eines
zusätzlichen Trommelspeichers (Zugriff 20ms,
Kapazität 24 Mio. Bytes) und eines
zusätzlichen Wechselplattenspeichers (Zugriff 39ms,
Kapazität 83 Mio, Bytes).
Der Kaufpreis beträgt 3.5 Mio. DM incl. MWSt.,
davon trägt das Bundesministerium für Forschung und
Technologie 85 Prozent. [W77]
- 05. 12. 1975
- Unterzeichnung des Kaufvertrages zwischen der Finanzbehörde
der FHH und der Firma SIEMENS zur Beschaffung einer
Rechenanlage SIEMENS 7.755 mit 512 K Byte Halbleiterspeicher
(Lesezykluszeit 615 ns / 16 Byte, Schreibzykluszeit
785 ns / 8 Byte) sowie eines Wechselplattenspeichers
(Zugriff 38ms, Kapazität 600 Mio. Bytes,
2 Lochkartenlesern (1000 Karten/Minute) und
2 Schnelldruckern (1000 Zeilen/Minute) etc.
Der Kaufpreis beträgt 4.3 Mio. DM incl. MWSt.,
davon trägt das Bundesministerium für Forschung und
Technologie 85 Prozent. [W77]
- 31. 05. 1976
- Erfolgreicher Abschluß des Probebetriebes
der auf Doppelprozessor-Betrieb umgestellten
Rechenanlage TR 440. [W77]
- 15. 06. 1976
- Empfang anläßlich der
Erweiterung der Rechenanlage TR 440,
gegeben vom Rechenzentrum und der Firma CGK. [W77]
- 30. 06. 1976
- Der Institutsrat erläßt (UniG,
Paragraph 49) eine dem Ist-Stand und
den Kultusministerkonferenz-Richtlinien vom 13. 09. 1974
entsprechende Satzung für das Rechenzentrum,
die noch vom Akademischen Senat
(übersandt am 19. 11. 1976) befürwortet und
von der Behörde für Wissenschaft und
Kunst genehmigt werden muß (bzw.
gemäß dem kommenden Hamburgischen
Hochschulgesetz zu revidieren ist. [W77]
- 01. 10. 1976
- Dr. Feldmann wird kommissarisch für ein weiteres Jahr
geschäftsführender Direktor des Rechenzentrums
(Vertreter ist Herr Burmeister). [W77]
- 1977
- Gründung des Fachbereichs Informatik. [N97, 3.16.1.1]
- 03. 03. 1977
- Der Akademischen Senat stimmt den Vorschlägen des
Senatsausschusses für Datenverarbeitung zur
künftigen Organisation des Rechenzentrums
in der vom Planungsausschuß vorgelegten Fassung zu.
Bis zur Entscheidung über die Neuordnung des
Rechenzentrums im Rahmen des künftigen Hamburgischen
Hochschulgesetzes (Paragraph 109) bleibt das Rechenzentrum
wie bisher senatsunmittelbare wissenschaftliche Einrichtung. [W77]
- 18. 03. 1977
- Erfolgreicher Abschluß des Probebetriebes
der neuen Rechenanlage Siemens 7.755 und
Erfüllung der Bedingungen der vergleichenden Vereinbarung. [W77]
- 22. 04. 1977
- Inbetriebnahme von zusätzlich 256 K Bytes
Halbleiterspeicher an der Rechenanlage SIEMENS 7.755
auf Grund der vergleichenden Vereinbarung.
- 26. 05. 1977
- Der Akademischen Senat nimmt zum Paragraph 109 des
Referentenentwurfs eines Hamburgischen Hochschulgesetzes
Stellung und empfiehlt die Bildung der
zentralen, dem Hochschulrat zugeordneten Einrichtung
Rechenzentrum. Diese Einrichtung soll
Datenverarbeitungsanlagen betreiben, technische Einführungskurse
sowie methodisch qualifizierte Lehre über Programmiersprachen
anbieten, den Benutzer beraten und
datenverarbeitungs-orientierte Forschung und Entwicklungsarbeit leisten.
[W77]
- 09. 06. -- 10. 06. 1977
- Kolloquium über
Rechenanlagen und Anwendungsverfahren,
veranstaltet von Prof. Collatz,
Dr. Feldmann, Dr. Nicolovius. [W77]
- 21. 06. 1977
- Empfang anläßlich der
Inbetriebnahme der Rechenanlage Siemens 7.755,
gegeben vom Rechenzentrum und der Firma SIEMENS. [W77]
- 18. 09. 1978
- Ablauf der letzten Amtzeit des Institutsrates. Ein neuer
wurde im Hinblick auf die bevorstehende Neuordnung des
Rechenzentrums nicht mehr gewählt.
[J79, Anlage 1]
- 1979
- Beginn der Planungen für den Nachfolgerechner
SIEMENS 7.882. [J79, Seite 57]
- 21. 06. 1979
- Das Entgelt für die Nutzung der Rechenanlagen wird neu
festgelegt. [J79, Anlage 4]
- 15. 01. 1981
- Der Akademische Senat beschließt die neuen
Organisationsbestimmungen für das Rechenzentrum der
Universität Hamburg. Die Genehmigung durch die
Aufsichtsbehörde (Behörde für Wissenschaft und
Forschung) steht noch aus.
Nach diesen Organisationsbestimmungen ist das Rechenzentrum
eine Betriebseinheit gemäß Paragraph 111 HmbHG und
als zentrale Einrichtung dem akademischen Senat zugeordnet.
Das Rechenzentrum hat die Aufgabe, Datenverarbeitungsanlagen
für Lehre und Forschung und in Ausnahmefällen für
die Verwaltung zu betreiben. Es berät die Benutzer, leistet
benutzerorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit und
bietet Lehrveranstaltungen über Programmiersprachen und die
Nutzung von Datenverarbeitungsanlagen an.
Das Rechenzentrum wird von einem Direktor geleitet.
Zum Direktor kann bestellt werden, wer Professor am Rechenzentrum
ist und Erfahrungen im Betrieb von Rechenanlagen hat.
Ein Senatsausschuß für das Rechenzentrum entscheidet
in allen grundsätzlichen akademischen Angelegenheiten,
insbesondere in Angelegenheiten der Lehre und Forschung.
Der Akademische Senat wählt eine Benutzervertretung.
[J80, Seite 3]
Quellen:
[J71] Jahresbericht 1971, Rechenzentrum der Universität Hamburg.
[J72] Jahresbericht 1972 , Regionales Rechenzentrum der Universität Hamburg.
[VV71] Personal- und Vorlesungsverzeichnis der Universität
Hamburg, Wintersemester 1971/72.
[VÜ72] Vorlesungsübersicht WS 1972/73 Rechenzentrum.
[W77] Werdegang des Rechenzentrums,
Kopie eines Computerausdrucks auf Endlospapier ohne Angabe des Verfassers, 1977,
nach Auskunft von Dr. R. Nicolovius
vermutlich zusammengetragen von Dr. H. Feldmann.
[J79] Jahresbericht 1979, Rechenzentrum der Universität Hamburg.
[J80] Jahresbericht 1980, Rechenzentrum der Universität Hamburg.
[N97] Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität Hamburg,
Hannover, 1997, http://www.uni-hamburg.de/Publikat/Steko/ext_ber5.html
(verifiziert am 17.03. 2008)
Autor: Günter Löh, Stand: 17.03.2008 17:29 Uhr |